Fett in der Trockenmasse beim Hundefutter
Warum der Fettgehalt in der Trockenmasse entscheidend ist
Die Prozentangaben auf dem Futteretikett wirken auf den ersten Blick eindeutig.
Gerade bei pankreassensiblen Hunden führen sie jedoch häufig zu Fehlinterpretationen.
Futter enthält immer einen gewissen Anteil an Wasser.
Je höher der Wassergehalt, desto niedriger wirkt der Fettwert auf dem Etikett – obwohl sich am tatsächlichen Fettanteil nichts geändert hat.
Ein Nassfutter mit scheinbar niedrigem Rohfettgehalt kann deshalb – bezogen auf die Trockenmasse – deutlich fettreicher sein als erwartet.
Für Hunde mit empfindlicher Bauchspeicheldrüse kann das entscheidend sein, da Fett einer der stärksten Reize für das Pankreas ist.
Aus diesem Grund wird bei Pankreatitis und bei pankreassensiblen Hunden nicht der Fettgehalt „as fed“, sondern der Fettgehalt in der Trockenmasse beim Hund betrachtet.
Er zeigt, wie hoch der tatsächliche Fettanteil im Futter ist – unabhängig vom Wassergehalt – und ermöglicht einen sinnvollen Vergleich unterschiedlicher Futterarten.
Mit dem folgenden Rechner kannst du den Fettgehalt in der Trockenmasse beim Hund einfach selbst berechnen und besser einschätzen, ob ein Futter in den gewünschten Bereich fällt.
Hinweis zur Einordnung
Der berechnete Wert bezieht sich auf den Fettgehalt in der Trockenmasse des Futters.
Bei pankreassensiblen Hunden werden häufig folgende Bereiche unterschieden:
- unter 10 % TS: sehr fettarm (Akut- oder Schutzphase)
- 10–12 % TS: Übergangsbereich
- 12–14 % TS: moderat fettarm (bei stabilen Hunden möglich)
Die individuelle Verträglichkeit hängt vom Krankheitsverlauf, möglichen Begleitsymptomen (z. B. Reflux oder Gastritis) sowie der Gesamtration ab.
Dieser Rechner dient der Orientierung und ersetzt keine individuelle Ernährungsplanung oder tierärztliche Abklärung.
Häufige Fragen zum Fettgehalt in der Trockenmasse beim Hund
Warum reichen die Prozentangaben auf dem Futteretikett nicht aus?
Die Angaben auf dem Etikett beziehen sich immer auf das Futter inklusive Wasser.
Gerade bei Nassfutter kann der Fettgehalt dadurch sehr niedrig wirken, obwohl der tatsächliche Fettanteil – bezogen auf die Trockenmasse – deutlich höher liegt.
Erst wenn der Wasseranteil herausgerechnet wird, lässt sich der Fettgehalt sinnvoll beurteilen und mit anderen Futtersorten vergleichen.
Ist ein Futter mit 5 % Fett automatisch fettarm?
Nein. Entscheidend ist nicht die Prozentzahl auf dem Etikett, sondern der Fettgehalt in der Trockenmasse.
Ein Futter mit 5 % Rohfett und hohem Wasseranteil kann in der Trockenmasse deutlich über den empfohlenen Fettbereichen liegen – insbesondere für pankreassensible Hunde.
Warum ist der Fettgehalt für Hunde mit Pankreatitis so wichtig?
Fett gehört zu den stärksten Reizen für die Bauchspeicheldrüse.
Bei Hunden mit Pankreatitis oder pankreassensiblen Hunden kann ein zu hoher Fettanteil Beschwerden verstärken oder Rückfälle begünstigen.
Deshalb wird in diesen Fällen besonders darauf geachtet, wie hoch der Fettgehalt bezogen auf die Trockenmasse tatsächlich ist.
Gilt der berechnete Fettwert für jeden Hund gleich?
Nein. Der berechnete Wert dient der Orientierung.
Die individuelle Verträglichkeit hängt unter anderem vom Krankheitsverlauf, möglichen Begleitsymptomen (z. B. Reflux oder Gastritis) sowie von der gesamten Ration ab.
Der Rechner ersetzt keine individuelle Ernährungsplanung oder tierärztliche Abklärung.
Kann ich mit dem Rechner Nassfutter und Trockenfutter vergleichen?
Ja. Genau dafür ist die Berechnung auf Trockenmassebasis gedacht.
Durch das Herausrechnen des Wasseranteils lassen sich unterschiedliche Futterarten erstmals auf einer vergleichbaren Grundlage beurteilen.
Wenn du tiefer verstehen möchtest, warum Fett bei einer Pankreatitis eine so zentrale Rolle spielt und welche Zusammenhänge dabei wichtig sind, findest du hier eine ausführliche Einordnung:
Fett bei Pankreatitis beim Hund – was wirklich entscheidend ist
Wenn du dir einen umfassenderen Überblick zur Fütterung bei Pankreatitis beim Hund wünschst, findest du alle Grundlagen, Zusammenhänge und weiterführenden Inhalte hier gesammelt:
Pankreatitis beim Hund – Ernährung & Einordnung